katholische Religion
Katholische Religion
Das Fach (katholische) Religion wird von Klasse 5 bis zum Abitur durchgängig zweistündig, bis auf Klasse 8 (einstündig), unterrichtet. Wie ein roter Faden durchziehen die Themen Mensch / Welt und Verantwortung / Bibel / Gott / Jesus Christus / Kirche / Religionen und Weltanschauungen die einzelnen Klassen- und Jahrgangsstufen.
Im Unterricht können sich die SchülerInnen den Fragen nach dem Woher, Wohin und Wozu ihres Lebens widmen und finden dort Antworthilfen. Dies trägt zur Persönlichkeitsentwicklung bei.
Die Heranwachsenden sollen fähig werden, ihr Leben immer selbständiger zu gestalten und mündige Entscheidungen zu treffen und Verantwortung in der Welt zu übernehmen. Die Werte der christlichen Religion bieten ihnen Orientierung. Aber auch andere Religionen (Judentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus) und Wertmaßstäbe (z.B. Utilitarismus) sind Themen des Unterrichtes. Das heißt, dass wir versuchen, unseren Glauben und andere Weltanschauungen zu reflektieren, die Auswirkungen haben auf unseren Umgang mit der Umwelt und den Menschen sowie auf das Miteinander in unserer Klasse, unserer Schule, Stadt und in der einen Welt (Toleranz, Umweltschutz, Nachhaltigkeit, eigene Gesundheit und Prävention). Es ist ein Fach, das das Schulleben durch die Mitgestaltung von Festen (z.B. Schulgottesdienste – ökumenisch) und sozialem Engagement entschieden prägt.

Ein Blick auf den Religionsunterricht in Klasse 5 + 6
Das Kirchenjahr im katholischen Religionsunterricht
(Klasse 5 und 6)
(Hierbei wurde mit der „Legemethode“ nach Franz Kett gearbeitet)
Advent und Weihnachten:
Christen bereiten sich auf Weihnachten vor, das Geburtsfest Jesu. Die Geschichte von dem alten Hirten Elias und
dem kleinen Jonathan begleitete uns durch den Advent (2024).
Der alte Hirte Elias erzählt von den Anfängen der Freundschaft Gottes mit seinem Volk: Abraham

Ein Hirtenjunge wird König: David

Jesus wird in Bethlehem geboren: Die Hirten sind die ersten „Gratulanten“

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Ostern:
Christen feiern, dass Jesus den Tod bezwungen hat, von den Toten auferstanden ist.

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Christi Himmelfahrt:
Christen feiern, dass Jesus Christus zu seinem Vater in den Himmel zurückgekehrt ist.

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Pfingsten:
Christen feiern, dass Gott seinen Geist zu den Aposteln gesandt hat, aber auch zu den Menschen.
Gottes Geist stärkt sie.

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November – Totengedenken „Loslassen“
Im November, wenn die Natur Blätter und Früchte „loslässt“ und wie tot aussieht, bietet sich das
Thema „Loslassen-Sterben-Tod“ auch im Religionsunterricht an.

Text und Fotos von
Frau Biedermann und Frau Wöppel
Klasse 6:
„Über den Tellerrand“ – wir lernen eine andere Religion kennen
– das Judentum
Im Dezember feierten die Juden ihr Chanukkafest, das wir auch im katholischen Religionsunterricht thematisierten. An Chanukka gedenken die Juden, dass eine kleine Menge koscheren Öls auf wunderbarer Weise ausreichte, um bei der Wiedereinweihung des Tempels die Menora dort acht Tage lang leuchten zu lassen, obwohl die Menge Öl nur für einen Tag ausgereicht hätte. Während des Festes, das 8 Tage dauert, werden an jedem Tag eine Kerze mehr am achtarmigen Chanukkaleuchter entzündet.
Das Fest ist bei Kindern besonders geschätzt, weil es am ersten Tag des Festes kleine Geschenke für die Kinder gibt. Auch das „Dreideln“ ist sehr beliebt. Ein Dreidel ist ein kleiner Kreisel, mit dem jüdische Kinder während Chanukka um Süßigkeiten, Nüsse oder Münzen spielen.
Am Anfang des Spieles werden jedem 10 -15 Süßigkeiten, Nüsse o.ä. ausgeteilt und die Spieler einigen sich auf den „Einsatz“, der von allen in die „Kasse“ (Mitte des Tisches) gelegt wird.
Der Dreidel hat vier Seiten. Auf jeder von ihnen steht ein hebräischer Buchstabe und hat jeweils eine bestimmte Bedeutung:
Nun – נ bedeutet „nichts“
Der Spieler gewinnt nichts aus der Kasse.
Der Buchstabe Gimel – ג, bedeutet „gut“ oder „ganz“
Der Spieler gewinnt alles, was gerade in der Kasse ist.
He – ה bedeutet “halb“
Der Spieler darf die Hälfte der Dinge, die in der Kasse liegen, nehmen.
und
Schin – ש bedeutet „schlecht“
Der Spieler muss einen Teil seines „Spielgeldes“ (Süßigkeiten) in die Kasse/Mitte legen.
Diese vier hebräischen Buchstaben sind die Anfangsbuchstaben der Worte für den Satz „Ein großes Wunder geschah dort“.

Nachdem vier SchülerInnen der Klasse 6 einen Dreidel zu Hause gebastelt hatten, konnte das Spiel im Unterricht losgehen. Es machte der Gruppe großen Spaß.
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Am 14. Dezember 2025 war eine kleine Gruppe unserer Schulgemeinschaft dann an der Synagoge beim Entzünden des ersten Lichtes am großen Chanukkaleuchter.

(Aufnahme aus dem Jahr 2023)
Text und Bilder von
Frau Biedermann und Frau Wöppel