Die Namensgeber unserer Schule sind

die Geschwister Scholl

 

 

Hans Scholl
Hans Scholl

Die Geschwister Scholl leisteten im Dritten Reich Widerstand gegen die Nationalsozialisten und bezahlten dies mit ihrem Leben. Mit ihrem Mut und ihrer Zivilcourage sind sie für uns ein Vorbild, an dem wir uns orientieren wollen.

Hans (geb. 1918) und Sophie Scholl (geb. 1921) wurden in Forchtenberg im Kochertal geboren und wuchsen mit weiteren drei Geschwistern (Inge, Elisabeth und Werner) in einem behüteten Elternhaus auf.

Sophie Scholl
Sophie Scholl

Sie waren ganz normale Kinder und Jugendliche ihrer Zeit und liebten Lesen, Musizieren, Sport und die Natur. Sie traten, zusammen mit den meisten ihrer Klassenkameraden, der Hitlerjugend (HJ) bzw. dem Bund Deutscher Mädel (BDM) begeistert bei.

Die anfängliche Begeisterung für die Jugendorganisation des Hitlerregimes wandelte sich besonders bei Hans zu einer tiefen Abneigung gegen die Bevormundung durch die Nationalsozialisten und die zunehmend eingeschränkte Freiheit.

Während seines Medizinstudiums in München traf Hans Gleichgesinnte und gründete mit ihnen zusammen die Widerstandsgruppe der „Weißen Rose“.

Weiße Rose

Die Mitglieder der „Weißen Rose“ gingen vor gegen:

  • die Propagandalügen der Nationalsozialisten
  • die Unterdrückung, Verhaftung und Vernichtung politischer Gegner
  • die Verfolgung und Vernichtung der Juden in den KZs (Konzentrationslagern)
  • den von Hitler geführten Krieg

Sie formulierten Texte, in denen sie die Bevölkerung zum Widerstand gegen die Nationalsozialisten und zur Sabotage aufforderten. Diese Texte verbreiteten sie in Form von sechs Flugblättern, die sie unter größten Gefahren für ihr Leben vervielfältigten und verteilten.

Im Februar 1943 beschrieben die Mitglieder der „Weißen Rose“ die Hauswände der Innenstadt Münchens mit Parolen wie „Nieder mit Hitler“, „Freiheit“ und „Hitler, der Massenmörder“. Daraufhin wurde die Bedrohung, durch die Gestapo (Geheime Staatspolizei) entdeckt zu werden, immer akuter. Die Bemühungen, die Urheber der Flugblätter zu ergreifen, wurden Tag für Tag weiter verstärkt.

Am 18. Februar 1943 erwischte der Hausmeister Hans und Sophie Scholl beim Verteilen des fünften Flugblattes in der Münchner Universität und lieferte sie an die Gestapo aus. Sie wurden abgeführt, verhört und inhaftiert. Im Laufe der Ermittlungen wurde auch Christoph Probst verhaftet und am 22. Februar 1943 mit Hans und Sophie gemeinsam zum Tode durch das Fallbeil verurteilt und am selben Tag noch hingerichtet.
Auch die übrigen drei Mitglieder der „Weißen Rose“ sowie Kontaktpersonen der „Weißen Rose“ aus anderen Städten wurden von der Gestapo ausfindig gemacht, festgenommen und inhaftiert oder hingerichtet.

Das sechste Flugblatt der „Weißen Rose“ wurde nach England geschmuggelt, dort vervielfältigt und anschließend von Bombern der Alliierten über Deutschland abgeworfen.


Hans und Sophie Scholl sind wichtige Menschen in der deutschen Geschichte und wegen ihres Mutes, ihres Gerechtigkeitsverlangens und ihrer Zivilcourage werden sie von uns als Vorbilder anerkannt.



Diese Seite entstand im Rahmen der Projekttage zum Gedenken an den 70. Todestag der Geschwister Scholl (20. - 22. Februar 2013).

Die Autoren aus der Klasse 8c: Maurizio Curto, Asli Caliskan, Sandy Groß, Quynh Anh Nguyen,
Laura Kinast und Laetitia Herrmann – zusammen mit Frau Stöckigt