Sprachen

Englisch

„Englisch hat sich weltweit zur wichtigsten Zweit- und Verkehrssprache, zur lingua franca, entwickelt. Deshalb müssen Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen vorbereitet werden, die sich im Hinblick auf Berufsqualifikationen, neue Formen der internationalen Kooperation (Englisch als Ausbildungs-, Verhandlungs- und Konferenzsprache) sowie vermehrte interkulturelle Begegnungen ergeben. Die Beherrschung der englischen Sprache ist infolgedessen ein wichtiges Instrument erfolgreicher Kommunikation, auf dem nicht zuletzt persönliche Weiterentwicklung und beruflicher Erfolg basieren. Ihr Erlernen ist darüber hinaus ein bedeutsamer Schritt zur Mehrsprachigkeit.

Das wichtigste Ziel des gymnasialen Englischunterrichts ist folglich die Entwicklung einer kommunikativen Kompetenz, die die Schülerinnen und Schüler sprachlich handlungsfähig macht. Dabei wird die bereits in der Grundschule angebahnte Sprachkompetenz aufgenommen und kontinuierlich erweitert.

Insbesondere werden die Sprech-, Hör- und Leseverstehenskompetenz sowie die Fähigkeit zur Sprachmittlung in den verschiedenen Ausprägungen nachhaltig gefördert. Lexikalische, grammatische und orthografische Fertigkeiten sind Teilkompetenzen und haben dienende Funktion. Die angemessene Verwendung sprachlicher Mittel und der Gebrauch von korrektem Englisch sowohl im Schriftlichen wie auch im Mündlichen stellen neben der Verständigungs- und Gesprächsfähigkeit ebenfalls wichtige Lernziele dar.

Der Erwerb von soziokulturellen Kenntnissen über das zielsprachliche Land weitet den individuellen Horizont und wirkt persönlichkeitsbildend, indem er andere Perspektiven eröffnet, die es zu reflektieren und gegebenenfalls zu integrieren gilt. [...] Fächerübergreifendes Arbeiten und – wo möglich - bilingualer Sachfachunterricht einerseits, die Pflege der direkten und medialen Kontakte durch Schüleraustausch und weitere Begegnungsmaßnahmen andererseits, sind ebenfalls wichtige Anliegen eines handlungsorientierten Englischunterrichts.“

(Bildungsplan 2004, S. 108)

                                                                                         

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Französisch

„Die französische Sprache ist für die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland von besonderer Bedeutung, weil sie Sprache des Nachbarlandes Frankreich ist sowie in Belgien, Luxemburg und auch in der Schweiz als Muttersprache gesprochen wird. Darüber hinaus ist das Französische Verkehrs- und Amtssprache in vielen Teilen der Welt und zahlreiche internationale Organisationen kommunizieren traditionell in dieser Sprache.

Die französische Sprache und Kultur ist ein wichtiger Bestandteil des europäischen Kulturerbes. Durch die Beschäftigung mit Frankreich und anderen französischsprachigen Ländern werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Schülerinnen und Schüler mit Offenheit und Verständnis den Menschen und der Lebenswirklichkeit Frankreichs beziehungsweise anderer frankophoner Länder begegnen und so zu einer offeneren und vorurteilsfreieren Sicht gesellschaftlicher Erscheinungen und politischer Entwicklungen gelangen. Dies ermöglicht ihnen auch, eine aktive, auf Wissen und Empathie beruhende Rolle in der Gestaltung persönlicher, kultureller und beruflicher Beziehungen zu übernehmen.

Es ist seit Jahrzehnten erklärter politischer Wille, auf der Grundlage des Deutsch-Französischen Vertrages von 1963 die besonderen Beziehungen zwischen den beiden Völkern durch persönliche und institutionelle Kontakte zu pflegen und das Erlernen der Sprache des Partners zu fördern. Das Land Baden-Württemberg als unmittelbares Nachbarland Frankreichs übernimmt hierbei eine Schlüsselrolle. Im steten Bemühen um Verständigung und Zusammenarbeit entwickelten sich Frankreich und Deutschland zu den entscheidenden Motoren der europäischen Einigungsbewegung und sind heute mit Abstand auch die wichtigsten Wirtschaftspartner in Europa.

Im Hinblick auf die Entwicklung der individuellen Mehrsprachigkeit kommt dem Erlernen der französischen Sprache eine ganz besondere Bedeutung zu. Französisch eignet sich par excellence als Brückensprache zur Romania, da es unter den Schulsprachen das höchste Transferpotenzial auf weitere romanische Sprachen besitzt.“

(Bildungsplan 2004, S. 128)

                                                                                         

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Latein

„Das Fach Latein gehört – ebenso wie das Fach Griechisch – im Rahmen des gymnasialen Bildungskanons zu den fremdsprachlichen Fächern. Ein wesentliches Element des Unterrichts ist demnach die Sprach- und Textreflexion. Dies öffnet den Zugang zu modernen Fremdsprachen und führt zu einem differenzierten Umgang auch mit der deutschen Sprache.

Im Lateinunterricht werden freilich nicht nur sprachliche und literarische Aspekte, sondern auch philosophische, politische, kultur- und kunsthistorische Inhalte behandelt. Dabei werden alle Lebensbereiche der Antike und deren Fortwirken in Mittelalter und Neuzeit mit einbezogen. Insofern erschließt der Unterricht die Wurzeln und die verbindenden Elemente der europäischen Kultur, vermittelt ein Verständnis für fremde Vorstellungswelten und Verhaltensweisen, erleichtert die Orientierung in der Gegenwart und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Kompetenz der Schülerinnen und Schüler.

Die Hauptaufgabe des altsprachlichen Unterrichts besteht in der Beschäftigung mit zentralen Texten der Weltliteratur in der Originalsprache, die auch einen Zugang zum Verständnis der europäischen Literatur überhaupt eröffnen.“

(Bildungsplan 2004, S. 160)

                                                                                         

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