Schüleraustausch Toulon vom 07.05. - 14.05.2006
Endlich ging's los: Am Sonntag Morgen versammelten wir Schüler uns am Flughafen von Straßburg, wo uns Frau Hunsicker und Frau Beck schon erwarteten. Es folgte der Check-In und eine kurze Taschenkontrolle und schon saßen wir im Flugzeug nach Paris. Dort angekommen, mussten wir in ein anderes Flugzeug umsteigen, das uns nach Marseille brachte. Trotz zusätzlicher Zugfahrt kamen wir, ziemlich aufgeregt, gegen 20.00 Uhr am Bahnhof in Toulon an.
Unsere Gastfamilien empfingen uns sehr herzlich, was für alle eine Erleichterung war. Als alle ihren Partner begrüßt hatten, nahmen uns die Familien mit zu sich nach Hause. Nach dem Abendessen hatten wir uns alle schon ein wenig eingelebt und fielen später erschöpft in unsere Betten.
Am Montag war Feiertag: Jeder unternahm mit seiner Familie einen kleinen Ausflug, wie z.B. einen Strandbesuch oder die Besichtigung der nahe liegenden Hafenorte.
Der nächste Tag begann mit einem Schulbesuch, bei welchem jeder seinem Austauschpartner in die Klasse folgte. Anders als in deutschen Schulen kontrollieren spezielle "Aufseher", dass die Schüler sich angemessen verhalten. Dazu gehört unter anderem, dass Trinken oder Kaugummikauen auf dem Schulgelände verboten ist. Die Klassen waren überraschend groß und der Unterricht bestand hauptsächlich aus (langweiligem) Frontalunterricht. Daher waren wir froh, als wir Deutschen mittags Freizeit hatten und mit unseren Lehrern eine Tour mit dem "petit train", einem kleinen Touristenbähnchen, machen durften. Später trafen wir unsere Franzosen wieder, mit denen wir den Rest des Abends verbrachten.
Der Mittwoch wurde von allen heiß ersehnt, denn ein Tagesausflug nach St. Tropez stand bevor. Früh morgens wurden Deutsche und Franzosen von einem Bus abgeholt. Dieser brachte uns nach knapp 2 Stunden an unser Ziel. Wir teilten uns in Grüppchen auf und besichtigten so die Stadt. Währenddessen sollten wir mit Hilfe unserer Austauschpartner ein kleines Quiz über die Stadt lösen. Um die Mittagszeit picknickten wir am Meer und ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen, denn es war super Wetter. Nach einer weiteren Stunde Freizeit stand Kultur auf dem Programm. Wir besichtigten ein Kunstmuseum und das Schmetterlings-Museum, in dem wir Bekanntschaft mit "La Chose" machten. Denn so nannten wir die Person, die uns durch das Museum führte. Für uns war es nämlich nicht eindeutig erkennbar, ob es sich hierbei um eine Frau oder einen Mann handelte.
Der Donnerstag hielt für uns das schönste Wetter der Woche bereit, so dass abends einige einen Sonnenbrand davontrugen. Trotzdem verbrachten wir zunächst die ersten drei Stunden mit unseren Franzosen in der Schule. Danach fuhren wir runter in die Stadt und besuchten einen großen Markt, der sowohl Spezialitäten aus Südfrankreich, als auch Kleider und Souvenirs bereithielt. So konnte jeder seinen Lieben zu Hause ein Mitbringsel kaufen. Nun wollten wir alle ans Meer, um dort mit einem Boot das riesige Hafenbecken zu besichtigen. Begeistert von der vielen Sonne, ließen wir uns es nicht nehmen, den Rest des Tages am Strand zu verbringen . Später holten wir die Franzosen von der Schule ab, die, wie fast jeden Tag, bis ungefähr 17.30 Uhr Mittagsunterricht hatten.
Am nächsten Morgen besuchten wir ein letztes Mal den Unterricht und wurden von der stellvertretenden Direktorin in das komplizierte französische Schulsystem eingeführt. Der Mittag war für uns frei und daher verbrachten wir die Zeit mit Volleyballspielen am Strand. Trotz des nur mäßigen Wetters ließen wir uns die Freude nicht nehmen.
Da es unser letzter Tag in der Schule war, wurde extra eine kleine Party für uns organisiert, zu der jeder eine Kleinigkeit zu Essen mitbrachte. Nach einer kurzen Ansprache von Frau Hunsicker wurde noch ein wenig gefeiert, bevor wir von den Gasteltern abgeholt wurden.
Am Samstag beschlossen die meisten der Gruppe den Tag gemeinsam mit Bowlingspielen zu verbringen. Nachdem wir uns in einem nahe gelegenen Einkaufszentrum etwas zu Essen geholt hatten, gingen wir weiter zum Strand. Da wir einen der zehn Regentage im Jahr erwischt hatten, mussten wir uns dort mit Footballspielen warm halten. Den Abschlussabend verbrachten wir alle wieder in unseren Familien.
Am nächsten Tag mussten wir früh aufstehen, denn Treffpunkt zur Abreise war um 8.00 Uhr am Bahnhof. Wir verabschiedeten und bedankten uns bei unseren Familien und waren uns sicher, dass wir den Kontakt halten und wieder kommen wollten.
Der Austausch war für jeden von uns ein einmaliges Erlebnis und hat alle Erwartungen übertroffen. Wir haben nicht nur viel gelernt, sondern es hat uns auch menschlich weitergebracht. Dafür möchten wir uns auch ganz herzlich bei Frau Beck und bei Frau Hunsicker bedanken, die uns diese Erfahrung ermöglicht haben. Aber auch die Gastfamilien haben uns vieles erleichtert, denn diese waren so nett, dass wir uns dort wie zu Hause gefühlt haben!
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